Online Psychotherapie für Frauen bei hormonellen Veränderungen
Mag.a Belinda Schittengruber – Psychotherapeutin in Wien und online
„Warum reagiere ich plötzlich so? Liegt das an meinen Hormonen?"
Vielleicht erkennen Sie sich im Moment selbst kaum wieder. Sie reagieren gereizter als früher. Kleinigkeiten bringen Sie schneller aus dem Gleichgewicht. Vielleicht schlafen Sie schlechter, wachen nachts immer wieder auf oder fühlen sich morgens trotz ausreichendem Schlaf erschöpft. Manche Frauen erleben Hitzewallungen oder innere Unruhe. Andere bemerken Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit oder das Gefühl, ständig neben sich zu stehen.
Hormonchaos?
Von außen scheint oft alles wie immer. Sie gehen arbeiten, kümmern sich um Ihre Familie oder erfüllen Ihre täglichen Aufgaben. Gleichzeitig kostet vieles deutlich mehr Kraft als früher.
Vielleicht haben Sie Ihre Beschwerden bereits angesprochen und gehört: „Das sind eben die Hormone." Oder: „Das gehört zu dieser Lebensphase dazu." Solche Aussagen können gut gemeint sein. Sie beantworten jedoch selten die Frage, wie Sie mit der emotionalen Belastung umgehen können.
Hormonelle Veränderungen können die Psyche beeinflussen. Gleichzeitig erlebt jede Frau diese Lebensphase anders. Nicht nur die Hormone spielen eine Rolle, sondern auch Stress, Schlaf, persönliche Belastungen und die eigene Lebenssituation.
In der Online Psychotherapie stehen deshalb nicht allein die hormonellen Veränderungen im Mittelpunkt, sondern Sie – mit Ihren Gedanken, Gefühlen und den Auswirkungen auf Ihren Alltag.
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Hormone und Psyche: Wie hormonelle Veränderungen das emotionale Erleben beeinflussen können
In meiner Arbeit mit Klientinnen zeigt sich immer wieder, dass sie sich in dieser Zeit selbst kaum wiedererkennen. Was dahintersteckt, hat oft mehrere Ebenen – körperliche, psychische und alltägliche.
Warum können hormonelle Veränderungen die Psyche beeinflussen?
Vielleicht wissen Sie längst, dass Ihre Hormone dabei eine Rolle spielen – als Frau kennen Sie den Einfluss von Zyklus und Hormonhaushalt auf Ihre Stimmung meist aus eigener Erfahrung. Und doch fühlt es sich in manchen Phasen anders an als erwartet: intensiver, unberechenbarer, schwerer zu greifen.
Herausforderung: Hormone?
Das ist teilweise anstrengend. Hormone wirken nicht nur auf den Körper, sondern auch auf Bereiche des Gehirns, die Gefühle, Stress, Schlaf und die Verarbeitung von Belastungen mitsteuern. Besonders bei PMS, PMDS, in der Prämenopause oder während der Wechseljahre berichten viele meiner Klientinnen über Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Traurigkeit, innere Unruhe, Ängste oder Erschöpfung. Manche erleben zusätzlich Konzentrationsprobleme oder einen sogenannten Brain Fog – das Gefühl, nicht mehr klar denken zu können.
Gleichzeitig wäre es zu einfach, jede Veränderung ausschließlich auf Hormone zurückzuführen. Beruflicher Stress, Schlafmangel, familiäre Belastungen oder belastende Lebensereignisse können die Situation zusätzlich verstärken. Genau deshalb lohnt es sich, nicht nur auf die Hormone zu schauen, sondern auf den Menschen als Ganzes.
Wie können hormonelle Veränderungen den Alltag beeinflussen?
Die größten Veränderungen zeigen sich häufig nicht in einzelnen Symptomen, sondern im Alltag. Vielleicht lesen Sie dieselbe E-Mail mehrmals, weil die Konzentration fehlt. Vielleicht sagen Sie Verabredungen ab, weil Ihnen die Energie fehlt. Oder Sie reagieren gereizter auf Menschen, die Ihnen eigentlich wichtig sind.
Mit der Zeit entstehen häufig Selbstzweifel: „Früher konnte ich das doch auch." Nicht selten belastet genau dieser Gedanke mehr als die hormonellen Veränderungen selbst. Diese Reaktionen sind nachvollziehbar – sie zeigen, wie eng Hormone, Psyche und Alltag miteinander verbunden sein können.
Hormonelle Veränderungen: PMS, PMDS, Prämenopause, Wechseljahre und Kinderwunsch
Hormonelle Veränderungen können in unterschiedlichen Lebensphasen auftreten – im Zusammenhang mit dem Zyklus, während der Prämenopause oder der Wechseljahre, oder im Rahmen eines Kinderwunsches oder einer hormonellen Behandlung. Die Beschwerden unterscheiden sich oft. Was viele Frauen verbindet, ist jedoch das Gefühl, dass sich ihr Körper und ihre Psyche gleichzeitig verändern.
PMS und PMDS
Kennen Sie das Gefühl, dass Sie in den Tagen vor Ihrer Periode „wie ausgewechselt" sind?
Aus meiner Praxis weiß ich: Diese Zeit bringt für viele nicht nur körperliche Beschwerden mit sich, sondern auch Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Traurigkeit oder innere Anspannung. Bei PMDS können diese Beschwerden besonders ausgeprägt sein und den Alltag erheblich belasten.
Psychotherapie verändert den Zyklus nicht. Sie kann jedoch dabei unterstützen, die emotionalen Auswirkungen besser zu verstehen, hilfreiche Strategien zu entwickeln und den Druck sich selbst gegenüber zu verringern.
Prämenopause und Wechseljahre
Fragen Sie sich, ob das, was Sie gerade erleben, schon zu den Wechseljahren gehört?
Die Jahre vor und während der Wechseljahre bringen häufig mehr Veränderungen mit sich als viele Frauen erwarten – Schlafstörungen, Hitzewallungen, Nachtschweiß, Konzentrationsprobleme oder das Gefühl, emotional weniger belastbar zu sein als früher. Gleichzeitig verändern sich oft auch andere Lebensbereiche: Kinder werden selbstständiger, Angehörige benötigen Unterstützung, berufliche Anforderungen nehmen zu.
In der Online Psychotherapie geht es nicht darum, möglichst schnell wieder zu funktionieren. Gemeinsam entwickeln wir einen Umgang, der zu Ihrer persönlichen Lebenssituation passt.
Kinderwunsch und hormonelle Veränderungen
Fühlen Sie sich zwischen Hoffnung und Enttäuschung manchmal ganz allein?
Ein unerfüllter Kinderwunsch oder hormonelle Behandlungen können körperlich und emotional sehr belastend sein. Zwischen Hoffnung, Untersuchungen und Enttäuschungen bleibt oft wenig Raum für die eigenen Gefühle. Viele meiner Klientinnen erleben diese Zeit als einsam – selbst dann, wenn sie von ihrem Umfeld unterstützt werden.
Die Online Psychotherapie bietet einen geschützten Rahmen, um Ängste, Trauer, Unsicherheit oder Erschöpfung anzusprechen.
Online Psychotherapie bei hormonellen Veränderungen: Ist das etwas für mich?
Hormonelle Veränderungen lassen sich nicht immer vermeiden. Die psychische Belastung, die damit verbunden sein kann, muss jedoch nicht allein getragen werden. Viele meiner Klientinnen suchen sich erst spät Unterstützung – nicht, weil ihre Beschwerden wenig belastend wären, sondern weil sie hoffen, dass sich alles bald wieder legt, oder weil sie ihre Gefühle lange als „normal" abtun. Psychotherapie beginnt nicht erst dann, wenn nichts mehr geht.
„Sind meine Beschwerden überhaupt belastend genug für eine Psychotherapie?"
Das erlebe ich in Erstgesprächen immer wieder. Sie funktionieren nach außen weiterhin – gehen arbeiten, kümmern sich um die Familie, meistern ihren Alltag. Gleichzeitig kostet vieles deutlich mehr Kraft als früher.
Jede Frau reagiert unterschiedlich auf hormonelle Veränderungen – manche leiden vor allem unter Stimmungsschwankungen, andere unter Schlafstörungen, Erschöpfung oder dem Gefühl, sich selbst nicht mehr wiederzuerkennen. Es gibt deshalb keinen Zeitpunkt, an dem psychotherapeutische Unterstützung „notwendig" sein muss. Entscheidend ist nicht, wie Ihre Beschwerden im Vergleich zu anderen aussehen. Entscheidend ist, wie sehr sie Ihr Leben beeinflussen.
Und wenn die Beschwerden bereits gynäkologisch abgeklärt sind?
Eine gynäkologische Abklärung ist ein wichtiger erster Schritt. Dennoch berichten viele meiner Klientinnen, dass sie sich trotz unauffälliger Befunde oder bereits begonnener Behandlung weiterhin emotional belastet fühlen. Das ist nachvollziehbar – eine medizinische Untersuchung beantwortet nicht immer die Frage, wie sich die Veränderungen auf den Alltag, das Selbstbild oder die Beziehungen auswirken. Genau hier kann eine psychotherapeutische Begleitung die medizinische Behandlung sinnvoll ergänzen.
Wie läuft meine Begleitung ab?
In einem unverbindlichen Erstgespräch lernen wir uns zunächst kennen. Wir sprechen darüber, was Sie im Moment belastet und welche Unterstützung Sie sich wünschen – gleichzeitig haben Sie die Möglichkeit zu prüfen, ob Sie sich bei mir gut aufgehoben fühlen.
Die Sitzungen finden online per Video statt, unabhängig davon, wo Sie wohnen. Eine Einheit dauert 50 Minuten und kostet € 150.
Jede Therapie verläuft individuell. Nicht PMS, PMDS, die Wechseljahre oder eine andere hormonelle Veränderung stehen im Mittelpunkt, sondern Ihre persönliche Situation.
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Können hormonelle Veränderungen die Psyche beeinflussen?
Ja, das ist keine Einbildung. Hormonelle Veränderungen können sich spürbar auf Stimmung, Schlaf, Stressverarbeitung und das emotionale Erleben auswirken. Mehr dazu oben im Abschnitt „Hormone und Psyche".
Warum nehme ich zu und komme trotz Ernährung und Sport nicht dagegen an – hat das mit meinen Hormonen zu tun?
Das höre ich sehr oft, und es kann zusätzlich belasten, wenn der eigene Körper sich plötzlich anders anfühlt, obwohl sich an Ernährung oder Bewegung nichts geändert hat. Hormonelle Veränderungen, etwa in der Prämenopause oder den Wechseljahren, können den Stoffwechsel, den Cortisolspiegel und die Cholesterinwerte beeinflussen – das ist keine Frage von Disziplin oder Willenskraft. Eine medizinische Abklärung (z. B. Cortisol, Cholesterin, Schilddrüsenwerte) ist ein wichtiger erster Schritt, um körperliche Ursachen einzuordnen. Psychotherapeutisch begleite ich Sie dabei, wie Sie mit der Unzufriedenheit mit Ihrem Körper und den Gefühlen, die das auslöst, umgehen können.
Kann Online Psychotherapie bei hormonellen Veränderungen helfen?
Ja. Sie ersetzt keine medizinische oder gynäkologische Behandlung, kann diese aber sinnvoll ergänzen – etwa dabei, die psychischen Auswirkungen besser zu verstehen und einen hilfreichen Umgang mit den Belastungen zu entwickeln.
Ist eine gynäkologische Abklärung sinnvoll?
Ja, unbedingt. Körperliche Beschwerden sollten zunächst gynäkologisch (bzw. bei Themen wie Cortisol oder Cholesterin auch allgemeinmedizinisch) abgeklärt werden. Bleiben die psychischen oder emotionalen Belastungen dennoch bestehen, kann eine psychotherapeutische Begleitung eine sinnvolle Ergänzung sein.
Was kostet eine Sitzung und wie lange dauert sie?
Eine Einheit dauert 50 Minuten und kostet € 150.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Ob die Kosten übernommen werden, hängt von Ihrer Krankenversicherung und der gewählten Behandlungsform ab. Gerne informiere ich Sie im Erstgespräch über die Möglichkeiten.
Begriffserklärungen zum Thema: Hormonelle Veränderungen - kurz erklärt
PMS
Das prämenstruelle Syndrom (PMS) beschreibt körperliche und psychische Beschwerden, die in den Tagen vor der Menstruation auftreten und meist mit Beginn der Periode wieder nachlassen.
PMDS
Die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) ist eine ausgeprägte Form des PMS. Die psychischen Beschwerden können so stark sein, dass sie den Alltag, Beziehungen oder das Berufsleben deutlich beeinträchtigen.
Prämenopause
Die Prämenopause bezeichnet die Jahre vor den Wechseljahren. In dieser Zeit verändert sich der Hormonhaushalt schrittweise, wodurch körperliche und psychische Beschwerden auftreten können.
Wechseljahre
Die Wechseljahre sind eine natürliche Lebensphase, in der die Hormonproduktion allmählich abnimmt. Häufig treten Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder emotionale Veränderungen auf.
Hormone und Psyche
Hormone beeinflussen nicht nur körperliche Abläufe, sondern auch Bereiche des Gehirns, die Gefühle, Stress und Schlaf regulieren.
Brain Fog
Mit Brain Fog beschreiben viele Betroffene Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit oder das Gefühl, nicht mehr so klar denken zu können. Brain Fog ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein häufig geschildertes Symptom, das unter anderem im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen auftreten kann.
Online Psychotherapie
Die Psychotherapie findet per sicherer Videoverbindung statt und unterscheidet sich inhaltlich nicht von einer Behandlung vor Ort. Sie ermöglicht eine flexible therapeutische Begleitung – unabhängig vom Wohnort.